Der LOEWE-Forschungsverbund „Medical RNomics“ analysiert fehlerhafte Prozesse in Ribonukleinsäuren (RNA) und in Folge dessen Ursachen für Volkskrankheiten, wie Tumor-, Infektions- und Herz-Kreislauferkrankungen, erforschen. „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten dafür 700.000 Euro von der Hessischen Landesregierung“, erklärt der Landtagsabgeordnete Klaus Peter Möller.

RNA ist ähnlich aufgebaut wie unser Erbinformationsträger, die Desoxyribonukleinsäure (DNA).
RNA kann aber vielseitigere Aufgaben übernehmen, beispielsweise genetische Informationen in Proteine und damit Funktionen übersetzen. Sie sind außerdem an der Genregulation beteiligt. Bei letzterem können fehlerhafte Prozesse auftreten, die zu Krankheiten führen. Der LOEWE-Schwerpunkt soll nicht nur neue Einblicke in die krankheitsverursachenden Prozesse erlauben. Ziel der Forschung sei es vielmehr, die neu gewonnenen Erkenntnisse für diagnostische Zwecke anzuwenden und in neue Therapiekonzepte umzusetzen.

„Diese exzellente Arbeit der hessischen Hochschulen und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen trägt dazu bei, die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu sichern.“, so Möller. Deshalb setze die Hessische Landesregierung die Erfolgsgeschichte des Forschungsförderungsprogramms LOEWE konsequent fort. „Von 2008 bis 2016 hat das Land für herausragende Forschungsvorhaben insgesamt rund 671 Millionen Euro bereitgestellt.“, weiß der Landtagsabgeordnete. Im laufenden Jahr betrage das LOEWE-Budget rund 58 Millionen Euro. Möller: „Das ist einmalig in Deutschland.“
Die am Verbund beteiligten Universitäten Gießen, Marburg und Frankfurt am Main sowie das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim vernetzen hier ihre umfassende, komplementäre Expertise miteinander, um diese Ziele zusammen mit Partnern aus der Industrie umzusetzen, schließt Klaus Peter Möller ab.

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