Der Stadtverband der Jungen Union und die CDU Gießen sehen in ihrer digitalen Strategie „eine intelligente Antwort auf die Herausforderungen der Zeit und großes Fort- und Weiterentwicklungspotenzial unserer Stadt“, erläutert die Vorsitzende der Stadt-JU, Kathrin Schmidt. Die Digitalisierung bestimme bereits Arbeitsalltag und Privatleben, strahle aber auch immer mehr auf den öffentlichen Bereich aus. Mit seinen Hochschulen, so ist Schmidt überzeugt, habe Gießen hervorragende Ausgangsbedingungen, um in gemeinsamen Projekten die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und eine wirkliche „Smart City“ zu werden. Dieser Begriff sei vielschichtig und mehrdimensional, intelligente Verkehrssteuerung und das „digitale Rathaus“ seien dabei nur zwei Ausschnitte, in denen die CDU dringend Handlungsbedarf sieht.

„Der Individualverkehr verbringt ca. 30% seines Aufkommens mit der Parkplatzsuche. Hier können wir mit intelligenter Steuerung durch Sensoren und Hinweise den Suchverkehr deutlich reduzieren - ohne Verbote oder Sperrungen, die von mancher Seite oft pauschal verlangt werden. In der Johannesstraße werden bereits die ersten Schritte dazu gemacht“, führt Hauptausschussmitglied Thiemo Roth aus. Man könne zusätzlich mit smarter Ampelschaltung für Rettungsfahrzeuge und ÖPNV das Straßennetz besser nutzen. Wichtig sei, dass mit jedem Verkehrsmittel jeder Punkt in Gießen gut und sicher erreicht werden könne. „Wir wollen allen Bürgern und Pendlern mit „smarten“ Lösungen helfen und gleichzeitig etwas für die Nachhaltigkeit tun“, betont Roth.

„Da alle behördlichen Verwaltungsdienstleistungen auch aufgrund des Onlinezugangsgesetzes bis Ende 2022 in digitaler Form angeboten werden müssen, regen wir eine städtische Gießen-App an, da die derzeitig bekannte App nicht durch die Verwaltung betrieben wird. In der neuen App können die aktuelle Verfügbarkeit an Parkplätzen, eine Bezahlmöglichkeit der Parkplätze per Handy, eine Stadtkarte mit Positionen der Busse und Wartezeiten sowie die Verfügbarkeit der Citybikes und Car-Sharing-PKWs sowie die Müllentsorgung integriert werden. Dabei müssen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern nur einen Blick nach links und rechts auf entsprechende Modellstädte werfen“, preist Maximilian Roth die Vorteile an, wobei er klarstellend ergänzt, dass das Rathaus als präsente Anlaufstelle zwingend erhalten bleiben muss, um alle Dienstleistungen auch weiterhin offline anzubieten. Auch da müsse Barrierefreiheit für Bürger ohne App gewährleistet sein.

Und auch um den innerstädtischen Einzelhandel und die Gastronomie zu stärken, solle die Digitalisierung fördernd wirken: Mit der Schaffung eines „Online-Marketplace“ könne der lokale Einzelhandel sein Warensortiment digital anbieten und die Gießener Gastronomie um lokale „To-Go-Angebote“ erweitert werden. „All das und noch mehr sollte sich in einem „smarten“ Masterplan wiederfinden“, fasst Schmidt zusammen.

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